4,3. vor! 9:4 – gefühltes 9:6 – gegen Horn

Die Absetzbewegungen diverser Altstars aus der Vierten vor! (namentlich Bastus, Felix und René) haben dazu geführt, dass 33,3% der Mannschaft aus der 5. Herren gestellt wurde (namentlich Oli und „der Kleene“ Julian). Mit 4 Punkten Vorgabe mussten wir zum Horner TV. Der residiert nur etwa 3,8 km entfernt von der Billstedter Hauptstraße 47 und welches Sterne-Restaurant sich da befindet dürften die geneigten Leser meiner Kolummnen inzwischen wissen.
Horn 4 steht auf Platz 9 in der 1. Kreisliga, insofern vermuteten wir leichtes Spiel, doch der Horner Seniorenbeirat hatte sich eine Frischzellenkur mit zwei Jugendlichen aus der Leistungsklasse verordnet. Mit zwei jungen Reißern, die schon mit einigen Aufschlagwassern gewaschen und druckvollem Spiel ausgestattet waren hieß es weniger „Jugend forscht“, sondern „Jugend rohrt“ – wir ahnten, dass nur die Müllersche Noppe hier hätte helfen können. Aber der Reihe nach:
Das wahre Doppel 3 durfte diesmal als Doppel 1 ran und gewann erwartungsgemäß, während Tom und Holger neben einigen Abstimmungsschwierigkeiten und reichlich Gegenlicht auch noch Probleme mit unforced errors hatten. Die zweite Niederlage gabe es von Oli und Julian gegen Holland und Sherma („Jugend rohrt“). 1:2 nach den Doppel ist im Pokal nicht ungewöhnlich, aber für die Vierte vor! ja fast schon historisch.
Es war klar, dass die Punkte oben und mitte kommen mussten und sowohl Tom als auch Olaf ließen nicht viel anbrennen, auch wenn Olaf gegen den Abwehrer Uffenwasser echt arbeiten musste.
Boris und Oli hatten leichtes Spiel gegen Francke und Janßen, gaben im Schnitt nur vier Bälle pro Satz ab. Wir waren bis dato im Plan – es stand 5:2.
Es folgten zwei 3:0 Klatschen für Holger und Julian, was natürlich auch schädlich für das Satzverhältnis war.
Also musste oben wieder punkten. Dumm war nur, dass die Deichmann-Taktik mit voller Kontrolle Tom nicht so auf den Leib geschneidert ist. Nachdem Boris beim Stand von 1:2 ein kurze, aber glasklare Ansage machte: „Tom, es gibt nur zwei Bälle. Aufschlag und Vorhand-Topspin“, ließ ich in den nächsten beiden Sätzen denn auch nur insgesamt drei Punkte liegen. Olaf hatte nach verlorenemen ersten Satz ebenfalls seinen Rhythmus gefunden und gewann 3:1 – wir waren wieder auf Spur.
Boris war so überlegen, dass er zu Satzbeginn tw. sogar den Rückschlag wählte. Jettz kam es auf Oli an, denn wie erwartet gab es wieder Prügel fürs untere Paarkreuz gegen Jugend rohrt, auch wenn Julian mit der ein oder anderen Trainingseinheit mehr im linken Arm sicher eine Chance gehabt hätte. So hatte Horn schon sechs Punkte und Oli es in der Hand. Nach etwas wechselhaft verlaufenden Sätzen rettete sich Oli in den fünften Satz und bei 7:7 begann das, was jedes Phrasenschwein beim Thema Vorgabe absondert: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Eines dieser Naturgesetze führte zu einem 8:10 Rückstand von Oli, der aber dann doch noch die Kurve kriegte und uns das Abschlussdoppel ersparte.
Es folgte ein Meram-Abend mit allem was dazu gehört. Parkplatz hinter dem Haus, Tülin als Bedienung, scharfe Sauce, Raki, Tee …
Dank an Julian und Oli für den Einsatz, haltet euch schon mal den nächsten Termin frei, wer weiß welche Ausreden die Old-Boys wieder vorschieben – Friseurtermin, Familienwochenende, Faszienprobleme …

Ein Kommentar

  • claas sagt:

    Glückwunsch, Männer!!
    Was ihr bedenken solltet: Wenn ihr jetzt auch noch den Pokal holen solltet, dann wird die diesjährige Spartenversammlung erst weit nach Mitternacht beendet sein, ob der Aufzählung aller Erfolge der abgelaufenen Saison. Und ihr legt die Messlatte für die kommende Saison nochmal ein ganzes Stück höher….
    Haut weiter rein !!!

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