Vierte Vor! 9:2 Pokal-Panade gegen West-Eimsbüttel mit Enkeltrick

Die Vierte Vor! hatte mit Boris, Olaf und Holger gleich drei seniorale Lücken aufzufüllen. In der vorweihnachtlichen Terminenge war das gar nicht so einfach, denn die 3. Herren benötigte auch noch jemanden gegen Neuenfelde. Wir ließen also Oli Nordemann wieder ziehen und bauten auf Urgestein Markus und Youngster Sang-Min, die sich mit 6 Punkten Vorgabe versuchen sollten.
Die psychologische Kriegführung im Sinne des winning ugly begann schon beim Einspielen. Die 1. Herren trainierte parallel und wir ließen den Gegner im unklaren, wer am Ende zur 4. gehört. So ´ne Regional-Liga-VH-Rallye macht schon mächtig Eindruck auf einen Verein dessen erste Mannschaft 1. KL spielt.

Schon nach den ersten Sätzen in den vorgabechnisch schwierigen Doppeln deutete sich an, dass das eine klare Angelegenheit wird. Felix und Tom gaben 6 Punkte ab, 5 davon gingen auf mein Konto – das wollte Felix an dieser Stelle dokumentiert wissen. Jim und René mussten in den 5. Satz, das war allerdings primär den Schmutzbällen von Netzkönig Miller geschuldet – davon später mehr. Markus und Sang-Min spulten ihr Safety-Programm routiniert gegen Doppel 3 runter – ohne Satzverlust.

Ich durfte gegen die Nummer 2 der LKZ-Hitliste in der 4. KL 3 – Popov – ran – ein ungefährdetes 3:0- Jim hätte locker der Enkel von Miller sein können, doch der „Enkeltrick“ und der 100LKZ-Punkte Unterschied reichte nicht gegen den LKZ-Ritter Miller. Der blockte recht sicher und Jimi musste reichlich ackern. Ein Satz wurde durch einen Kantenball von Miller entschieden, im letzten Satz waren es zwei Netzbälle, mit denen Miller 40% seiner benötigten Punkte erspielte – das war zuviel.

In der Mitte hatt Felix nur im ersten Satz eine leichte Konzentrationsschwäche, dann gab es im dritten Satz gegen Weinhold sogar ein Whitewash +6! René holte gegen Kobligk schnell auf, schaffte es aber immer wieder in Rückstand zu geraten – so kennen wir ihn. Die Bank reklamierte mehrfach Auszeit, aber René war beratungsresistent – es reichte auch so – mit Messer – Kickeraufschlag – und etwas Konzentration.

Sang-Min und Markus spulten ihr Programm mit der Effektivität eines deutschen Steuerbeamten herunter. Unaufgeregt, aber unnachgiebig was das Ergebnis angeht. Schupf mit glatt, schupf mit Noppe, Toppi – fertig. Markus konnte in Satz drei sogar einen 1:8-Rückstand aufholen – auch ein kleiner Rekord des Tages.

Es folgte die Niederlage von Tom gegen Miller, der neben ordentlichen Blocks ein gutes Anspiel hatte – und einen Netzball pro Satz. Jim hatte derweil die Gelegenheit den Siegpunkt gegen Popov beizusteuern und tat dies denkbar knapp, aber nervenstark und mutig in den Sätzen 3 und 4 jeweils +10.

So spielten Sang-Min und Markus noch ein kleines Match, denn der Abend war ja gerade angebrochen, und die Rest-Senioren verlegten das Nachspiel ins Säntoreini, wo Felix und ich tief in ein Glas Keramik-Metaxa blickten. Da könnt ihr euch die 5, 7 oder sonstwieviele Metaxa-Sterne schenken – das High-End-Gesöff aus der Keramik-Flaxche ist samtig weich im Abgang, aber weniger sanft zur Brieftasche.

Jetzt ist erstmal Gyros-Pause und in der Rückrunde sind sagenhafte vier Auswärtsspiele im Dunstkreis des Meram … ach ja und Montag ist natürlich Training.

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