8. Herren: Aufholjagd kam zu spät

Von 17. September 2018 8. Herren, Allgemein Ein Kommentar

Es soll ja Hallen in Hamburg geben, bei denen um Punkt 22 Uhr das Licht ausgeht. Bei uns ist das nicht der Fall und so witzelten die Gäste vom USC Paloma III, dass man dann ja gefahrenfrei bis tief in die Nacht Tischtennis spielen könne… Sie ahnten nicht, wie nah sie mit dieser Prognose dem tatsächlichen Verlauf des Abends kamen.

Zunächst sah es für uns nach einer Heimniederlage im Schnelldurchgang aus. 1:2 nach den Doppeln, 2:7 nach der ersten Einzelrunde, in der lediglich Torsten sein Match gewann. Irgendwie war der Wurm drin. Schläge, die sonst in neun von zehn Fällen auf der Platte landen, verfingen sich im Netz oder verfehlten die Platte um mehrere Meter. Es gab unerklärliche Leistungseinbrüche bei sonst souveränen Spielern, aber – und das soll nicht unerwähnt bleiben – der Gegner spielte auch seine ganze Klasse und Erfahrung gegen uns aus. Das Resultat: Um 22:03 Uhr hatte Torsten sein zweites Einzel trotz 2:0-Führung noch abgegeben, es stand 2:8. Nicht wenige von uns waren entsprechend schon in Gedanken unter der Dusche, bzw. im Watzmann beim Frust-Bier.

Vielleicht lag es an unserer Fan-Kurve (Sabine und Steffen), dass wir urplötzlich den Schalter umlegen konnten. Christophs Punkt zum 3:8 verbuchten wir noch als Ergebnis-Kosmetik, Folkers Punkt zum 4:8 ebenso. Doch als Capitano Karsten aus einem 0:2-Rückstand völlig unerwartet einen 3:2-Sieg machte, wurden wir immer heißer und die USC-Gesichter immer länger. Sollten wir doch noch ein Remis erreichen? Es sah gut aus: Richard holte ebenfalls nach 0:2 ein 3:2 – nur noch 6:8. Und so durfte tatsächlich Johannes noch einmal seinen Schläger auspacken. Auch er lag 0:2 hinten, holte sich den dritten Satz, führte im vierten mit 9:7… und verlor dann doch die Nerven und den Satz mit 10:12. So stand dann um 23:01 unsere 6:9-Heimniederlage fest. 

Die letzte Stunde unseres knapp dreistündigen Auftrittes gegen Paloma war definitiv unsere beste. Vielleicht sollten wir beim nächsten Mal einfach früher anfangen, unser Potenzial abzurufen..? Dann reicht es auch wieder für ein gemütliches  Abschluss-Bierchen, denn das fiel am Donnerstagabend angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit aus.

Johannes

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