6. Herren in der Spur. Warum 20 die neue 19 ist, neue Spieler und Premieren

Zunächst einmal zu der ersten Premiere: Die 6. Herren des TSV Sasel ( Kampfname: „Wir sind Antrag“) veröffentlicht den ersten Spielbericht, und wird dies in regelmäßig unregelmäßigen Abständen wiederholen. Soweit zum bedrohlichen Teil.

Es galt, vollzählig, bei der siebten Mannschaft von SCALA anzutreten. Das sollte mit 19 gemeldeten Spielern in der sechsten Herren eigentlich kein Problem sein, andere Vereine haben in Summe weniger aktive Spieler. Doch es kam, wie es kommen musste: Timo fiel kurzfristig krankheitsbedingt aus, der „Ersatz on duty“,Volker, ebenfalls. Dann wurde der Liste nach jeder gefragt, der schon mal einen Schläger in der Hand hatte. Während weitere Spieler krankheitsbedingt absagen mussten, andere wiederum scheinbar wichtigeres vorhatten, schwand die Hoffnung auf ein würdiges Punktspiel bei einem schwierigen Gegner. ( Hinspiel knapp 9:7 gewonnen)

Also zogen wir die Promi- Karte: Peter meldete sich kurzerhand nach, stand uns am Abend als Nr. 6 zur Verfügung! Ein dickes „Danke“ an dieser Stelle an Peter. Das war die zweite Premiere. Aus 19 wurden also 20 gemeldete Spieler. Es braucht also schon 20 Spieler, um ein Punktspiel mit 6 Mann zu bestreiten. Logisch. Wer hätte was anderes angenommen?

Das Spiel war für 19.15 Uhr angesetzt. Während sich Sasel 6 an allen drei Tischen einspielte, traf ab 19.10 Uhr auch langsam die Heimmannschaft ein, so dass wir „pünktlich“ um 19.30 Uhr begannen.

Beim Einspielen des Gegners waren die für diese Liga typischen, angsteinflößenden Geräusche von Brettchenspielern deutlich zu vernehmen. Zu allem Überfluss hatte SCALA einen Teil der Halle in einen Ping-Pong-Darkroom verwandelt. „Die Beleuchtung wird nur halbjährlich kontrolliert“ war die Entschuldigung des Gegners. Eine original schwedische Gewo Grubenlampe war nicht zur Hand. Musste also so gehen.

Nun aber zum Spiel.

Da das Restlicht um 22.00 Uhr abgeschaltet werden würde, spielten wir an drei Tischen. In den Doppeln erlebten wir ein riesiges Waterloo. 0:3 hieß es nach kurzer Zeit. Sicherlich auch bedingt durch allein zwei neue Doppel- Konstellationen. Trotzdem erschütternd. Wir hätten noch zwei Tage Doppel spielen können, und hätten trotzdem keines gewonnen.

So konnten wir also endlich, völlig verunsichert und  ängstlich, in die Einzel starten. Die erste Einzelserie liess sich gut an. Das obere Paarkreuz mit Mark und Claas gewann recht schnell seine ersten Spiele, die Mitte mit Stefan und Axel ebenfalls, unten holten wir 1:1. Mirco gewann dabei einen beachtlichen Brettchenkrimi, Peter verlor gegen einen ganz undankbaren Gegner. Das sah doch schon wieder besser aus. Stand: 5:4 nach der ersten Einzelserie.

In der zweiten Einzelserie musste Mark seinem Gegner gratulieren, damit oben 1:1, in der Mitte holten wir wieder 2:0. Das untere Paarkreuz konnte den Sack also zumachen. Mirco verlor gegen eben diesen sehr undankbaren Spieler. Peter spielte all seine Routine aus, und ließ dem Brettchen- Onkel keine Chance. 9:6 für uns, zweiter Tabellenplatz gefestigt.

Das anschließende, obligatorische Bankett fand im Schweinske Langenhorn statt.

Fazit des Abends: Wir wissen nicht, warum SCALA nur auf Rang 9 steht, das Spiel war ein ziemlich knappes Höschen. Darüber hinaus müssen wir die Mannschaft dringend aufstocken. Sollten wir zu einem Gegner mal mehr als 10 km fahren müssen, werden wir ca. 40 Spieler benötigen, um zu sechst aufzulaufen. Nächste Woche geht es zu Hause gegen eine überraschend erstarkte Mannschaft von DUWO.

 

 

 

4 Kommentare

  • tomkrause sagt:

    Hallo Claas. Schöner Bericht – und vor alem so zeitnah. Da können sich einige Teams aus höheren Sphären eine Scheibe abschneiden! Das mit dem Kampfnamen musst du aber noch einmal erklären. Wollt ihr auf Antrag absteigen? Erwartet ihr einen Asyl- Antrag von Felix und mir, damit wir in der nächsten Saison mal wieder angemessen unterklassig spielen?

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