6. Herren nimmt die landschaftlich schönste Strecke zu Condor

Endlich mal ein Punktspiel, das nicht so weit weg war. So mussten wir nur nach Farmsen in die Karl-Schneider-Halle, wo Condor die Spiele austrägt. Bedingt durch eine Last-Minute-Absage gingen wir leider nicht in nomineller Bestbesetzung ins Spiel. Glücklicherweise erklärte sich Axel bereit, seinen Status bei Los Morbidos kurzfristig auszusetzen, und uns zu verstärken. Doch nun kurz zum Spiel. Warum kurz? Weil es atmosphärisch bei Condor immer ein wenig anders ist, ähnlich ansprechend und dynamisch wie im Ortsamt Alstertal. Condor trat als ungeschlagener Tabellenführer an, wir waren also gewarnt. In den Doppeln hatte der Cäppdn Trick 17 b angewandt, der mit Selbstüberlistung. Weder SLau/Schmiedeke, noch Schliemann/ Palio-Bölke konnten überzeugen. Mirco und ich rauften uns nach verlorenem ersten Satz zusammen, und sorgten für das 1:2 nach den Doppeln. Durch die Last-Minute-Absage war ich nach oben gerutscht, musste auch sogleich gegen einen sehr unangenehmen Gegner ran, kassierte ein 0:3, und war eigentlich schon bedient. SLau machte es besser, und verräumte seinen Gegner 3:0. In der Mitte holten wir dank eines wiedererstarkten Cäppdn’s ein 1:1, unten gingen beide weg. 3:6 nach den Doppeln und der ersten Einzelrunde. War nicht so deutlich, wie man befürchten konnte. Danach holten wir oben ein 2:0, und waren auf einmal wieder dran. Dann zeigte sich jedoch, was Condor so stark macht. Sie sind sehr homogen besetzt, durchgehend stark. Die nächsten drei Spiele gingen alle weg, 5:9, der Kater war gekämmt. Was hat heute, außer der homogenen Besetzung, den Unterschied gemacht? Der Gegner hat geschnibbelt. In der Regionalliga ist, insbesondere bei Aufschlägen, die Bewegung immer identisch, aber der Schnitt grundlegend verschieden. In der Bezirksliga sprechen wir von sogenanntem Mikro-Schnitt, die kleinste messbare Schnitteinheit. Die Bewegungen immer identisch, der Schnitt faktisch nicht messbar. So eben auch heute. Hinzu kommt, dass wir auf zwei verschiedene Arten versagt haben: Aktiv und passiv. Ich zum Beispiel habe in meinem ersten Einzel aktiv versagt. Ich habe versucht gut zu spielen, und zu gewinnen, aber trotzdem versagt. Timo z.b. hat es nicht versucht, und deswegen verloren, also passiv versagt. Eine Debatte, die uns noch länger beschäftigen wird.

Hinterher in der Kneipe wurde uns auch ganz (vor-) weihnachtlich ums Herz, und so entwarfen wir den ersten geriatrischen Ping-Pong-Adventskalender. Ab einem gewissen Alter die perfekte Kombination aus Spannung, Spiel und Vorsorge für den (Gram) gebeugten Spieler. ” Freuen Sie sich jeden Tag auf eine original schwedische Überraschung”. So z.b. unter anderem der neue Dr.Hallbauer Blitzkrieg- Belag, das Donic Dialyse-Set. Für den aggressiven Spieler der neue Joola Gestapo ( “wenn Sie es genau wissen wollen”).  Natürlich sind auch die Evergreens, die Gewo Bettpfanne und der Stiga Strick ( ” es geht doch nur um Tischtennis”) dabei.

In diesem Sinne: Gnadenlose Besinnlichkeit. Verbringt das Fest mit euren Lieben oder der Familie.

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