8. Herren: Wenn Kapitäne irren

Von 26. September 2020 Allgemein Keine Kommentare

„Diesmal sind die anscheinend etwas schwächer besetzt und wir in guter Form. Da könnte was gehen…“ – unser Kapitän Christoph klang in seiner Aufstellungs-Mail für die Partie gegen Poppenbüttel zuversichtlich. Was blieb ihm auch anderes übrig? Sollte er noch einmal in den Wunden der Vergangenheit rühren und an das bittere 0:9 aus der letzten Saison erinnern? Wäre das zielführend gewesen? Nein, natürlich nicht, und so traten wir als Tabellenführer selbstbewusst gegen den Stadtteilnachbarn an.

Christoph ging dann auch mit gutem Beispiel voran und setzte sich im Auftaktduell mit Poppenbüttels Nr. 2 souverän mit 3:0 durch. Doch dann war es vorbei mit unserer Herrlichkeit und es zeigte sich schnell, dass Poppenbüttel keineswegs „etwas schwächer besetzt“ war. Comebacker Wolfgang lieferte sich mit seinem Gegner – der sein Enkel hätte sein können – noch ein enges Duell (1:3, mit zwei verlängerten Sätzen) und auch Dieter haderte bei seiner 1:3-Niederlage mehr mit seiner eigenen Leistung. Johannes hingegen bekam schon beim „Einspielen“ von seinem Gegner die Bälle um die Ohren gehauen, im Match (ein glattes 0:3) wurde es nicht besser. Karsten kämpfte tapfer, holte ein 0:2 nach Sätzen auf, verlor dann aber doch noch knapp. Alex kassierte die deutlichste Niederlage seiner noch jungen Punktspiel-Saison. So stand es zur Halbzeit bereits 1:5.

Spätestens, als Christoph dann zum ersten Mal in dieser Saison ein Match verlor, war klar, dass an diesem Abend nicht mehr viel gehen wird. Es reichte lediglich noch zu zwei Punkten: Wolfgang zermürbte seinen Gegner in fünf Sätzen, gewann den letzten dabei mit 17:15. Johannes drehte einen 0:2-Satzrückstand in einen 3:2-Sieg.

So hieß es am Ende 3:9 – und das klingt immerhin doch etwas besser als 0:9.

 

Johannes

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