Die neue siebte Herren: Jetzt auch mit Grauschleier

Was folgt, ist ein Kombi-Bericht der letzten beiden Spiele. Da ja nicht mal das Verlieren klappt, klappt es natürlich auch nicht, dass jemand bereits Benanntes als Ersatz-Berichterstatter einspringt. Nun gut, muss Papa das eben wieder machen. Wir hatten zwei Spiele binnen fünf Tagen abzuleisten, englische Ping-Pong-Woche sozusagen. Letzte Woche Donnerstag fuhren wir nach Langenhorn zur siebten Abordnung von SCALA. Eine ganz sympathische Truppe, die leider vermehrt zu Material als Hilfsmittel greift. Wir spielten mit Timo für Sebastian, der lieber noch seine LKZ schonen möchte. Unsere achte Herren spielte parallel, der Wettbewerb um das frühere Bier war also eröffnet. Wir starteten mit einem 3:0 aus den Doppeln, alle Doppel wurden in vier Sätzen gewonnen. Eine hervorragende Ausgangsbasis für einen zufriedenstellenden Punktspielverlauf.

Markus und ich machten in den ersten Einzeln da weiter, wo wir im Doppel aufgehört hatten. Zwei überzeugende Vier-Satz-Siege zum 5:0. Das mittlere Paarkreuz war nun gefragt. Mark gewann 3:0, und erteilte dabei in einem Satz sogar einmal die Höchststrafe. Timo machte es spannend. Naja, so spannend dann auch wieder nicht, verlor mit 1:3. Ein Spiel, dass er nicht hätte verlieren müssen, so zog sich der Abend völlig unnötig in die Länge. Schon eine Art Boykott-Haltung. Unsere Punktspiele gewinnen wir auch und gerade durch unser unteres Paarkreuz, bestehend aus Kay und Mirco. Wahnsinnig konstant über die ganze Saison. Beide naschten ihre Gegner mit 3:0 weg. Dank Timo’s Spielverweigerung musste ich nochmal ran, ausgerechnet gegen meinen Angstgegner, Carsten Heimann, gegen den ich eigentlich immer in vier Sätzen verliere. An dem Abend hatte Carsten Nachsicht, wollte uns einen frühen Feierabend gönnen, und ließ mich den Punkt zum 9:1 für uns machen.

Es war geschafft, wir waren deutlich vor der achten, und schon um 20.45 Uhr in der Kneipe. So kanns gehen.

Im zweiten Spiel der Woche, eiem Verlegungsspiel bei WTB, mußten wir wieder auf Sebastian verzichten, der sich lieber einem gerührten, nicht geschüttelten, Medikamenten-Longdrink hingab.(Und seine LKZ schonte). Es kam Geheimwaffe Volker zum Einsatz.

WTB ist immerhin Tabellensechster, daher nicht zu unterschätzen. Wir starteten mit einem 2:1 aus den Doppeln. So zerlegt wurden Kay und ich lange nicht mehr, sahen keinen Stich gegen das gegnerische Doppel zwei. Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Bitter, besonders, wenn man bedenkt, dass einer der beiden Gegner ein Ersatzspieler aus der vierten Kreisliga war. Egal, Mund abwischen, müssen die Zähler halt woanders herkommen. Zum Beispiel aus meinem ersten Einzel gegen Cramer, den ich fachmännisch in drei Sätzen zerlegte. Markus hätte nachlegen können. Der geneigte Leser wird es erahnen können, warum diese Formulierung gewählt wurde. Markus verlor glatt gegen Spiel.

Jetzt zur goldenen Mitte: Mirco stellte seine gute Form erneut unter Beweis, und ließ seinem Gegner keine Chance. Völlig überraschend verlor Mark gegen Strecker, der ein gutes Spiel zeigte, und Mark überhaupt nicht zur Entfaltung kommen ließ.

Im unteren Paarkeuz tat Kay das, was er immer tut. Er verräumte seine Gegner. In diesem Fall den jungen Milla, der keine Chance hatte. Volker hingegen verlor in vier Sätzen, ist damit als geplante Geheimwaffe auch geheim geblieben. Damit also 5:4 nach den Doppeln und der ersten Einzelrunde. Das war schon deutlich enger als in der Vorwoche. Ich war an dem Abend gut aufgelegt, und konnte den Noppen-Linkshänder Spiel glatt in drei Sätzen legen. Markus hatte auch gegen Cramer das Nachsehen. Jetzt fand Mark zu alter Form zurück, und konnte sein zweites Einzel des Abends gewinnen. Mirco verlor auch gegen Strecker, der sich an diesem Abend in Gala-Form präsentierte.

TT-Maschine Kay ( hat der überhaupt schon was verloren?) brachte uns mit seinem 3:0 mit 8:6 in Führung. Mussten den Sack nur noch zumachen.(War ja auch schon spät, schon nach 22.00 Uhr). Doch Volker konnte nur einen Satz lang mit Milla mithalten. Schon führten wir nur noch 8:7, es wurde nochmal spannend. Kay und ich traten zum Entscheidungsdoppel an. Dann kam der unschöne Teil des Abends. Wir führten schon im fünften Satz mit 9:7, dann kamen die Gegner wieder auf 9:9 ran. Mit zwei Kantenbällen sicherten sich die Gegner einen Punkt gegen uns. Sicher darf man sich über einen Punkt gegen den ungeschlagenen Tabellenführer freuen, aber bitte nicht so hämisch über die zwei spielentscheidenden Kantenbälle.

Jetzt haben wir zwei Minuspunkte, zwar immer noch nicht verloren, aber, dass wir überhaupt noch einen Punkt lassen würden, damit hatten wir nicht gerechnet. Gefühlter Grauschleier, kein astreiner Whitewash mehr.

Am 27.04. geht es im letzten Heimspiel gegen Duwo, die den möglichen Aufstieg gerade verspielt haben.(Wie hieß das nochmal auf Latein:”Veni,vidi ,violini?”. “Ich kam,sah und vergeigte”).

Dann spielen wir en paar überregionale Turniere, um dann in der VOL anzugreifen. Die Antragsflatrate läuft ja immer noch.

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