Sasel 2,5 gewinnt 9:3 gegen Brunsbüttel

Es ging um die goldene Ananas, denn Brunsbüttel steht als Absteiger fest. Die 2. Herren hat den Relegationsplatz ebenso fest in den Händen und durch insuffiziente Einsatzplanung redlich verdient. Das Hinspiel ging verloren – der Chronist war nicht dabei – und fragt sich nach dem gestrigen Spiel: Wie konnte das passieren? Neben dem unwichtigen Erfolg im Rückspiel war das zweite erfreuliche Momentum am Abend, dass ich rechtzeitig zur Heute-Show zu Hause war, nicht ohne vorher noch die Nachrichten schauen zu können. Doch zum Spiel:

Wir, mit Bastus, Michel und mir aus der 3. Herren – deswegen die 2,5. Brunsbüttel mit der Stamm-6 stellte sein nominelles Doppel 1 an 2 und gewann prompt gegen Malte und Lleyton. Danach war das taktische Pulver allerdings auch schon verschossen, denn Marten und ich konnten dadurch das 1er Doppel legen. Bastus und Michel hatten noch weniger Mühe mit Doppel 3.

Oben fand Malte nur teilweise in die Spur gegen Bartelt, kein Timing, keine Beinarbeit, kein Feeling. Ein OSR hätte am Ende des Spiel noch etwas Farbe in die Angelegenheit gebracht. §1 : Training wird im TT grundsätzlich überbewertet, hier schien dieser Grundsatz gebrochen zu werden, aber die Aussage des §1 sollte doch noch bestätigt werden. Marten fehlten die Mittel gegen einen agilen und sicheren Horns. Da war der Vorsprung wieder futsch.

Doch danach haben wir Lleyton die Bank Ullmann. Leicht angeschlagen konnte er gegen den sicheren Stellbrinck am Ende der Sätze immer wieder die Nase vorn behalten. Die Gegenwehr wurde schwächer und Satz 3 eine klare Angelengenheit. Ebenfalls 3:0 konnte Bastus gegen Rohl gewinnen. Im zweiten Satz blockte dieser völlig unerwartet 5 Toppis von Bastus gewinnbringend weg, doch Dank einer taktischen Umstellung auf mehr Spin holte sich Bastus den Durchgang doch noch in der Verlängerung.

Michel spielte zeitoptimiert weiter, 3:0 gegen Clausen. Ich wollte dem nicht nachstehen und konnte Plath in drei Sätzen mit den Old-School-RH-Aufschlägen-in-die-VH nerven. Mein missionarischer Eifer diesbezüglich findet auch beim eigenen Nachwuchs nur tw. Gehör. Aber wer nicht hören will muss eben fühlen – und zwar jenen Toppi, der auf den in der Regel suboptimalen Rückschlag folgt – liebe Grüße an meine Montags-Trainingsgruppe!

Zwischenfazit: Mitte/Unten 4 x 3:0, davon drei Spiel durch Spieler der 3. Herren. Das obere Paarkreuz ahnte wohl schon einen literarischen Verriß durch den Chronsiten und kniff die A-Backen zusammen. Malte bestätigte §1 und machte ein sehr gutes Spiel gegen Horns. Im 4. Satz in der Verlängerung mit Nervenstärke – ach das tat der Seele gut – und dem TTR-Konto wohl auch. Marten wollte dem nicht nachstehen und ging nur im ersten Satz unter, danach zunehmend besser gegen Bartelt.

Frechheit, die 2. wollte die 3. Herren nicht mehr mitspielen lassen! Und Lleyton setzt dann auch gleich das Ende mit einem 3-Satz-Sieg gegen Rohlf. 9:3 mit insg. 7 Spielen in 3 Sätzen – die Frage wie das Hinspiel flöten gehen konnte drängt sich umso mehr auf.

Einige Hochleistungsstammspieler der 2. Herren hatten diesen Verlauf des Abends vorausgeahnt und sich voll auf den Einsatz in der 1. Herren am Samstag konzentriert. Deswegen wurden die Oldies der 3. Herren exhumiert. Gut so. Zwei Punktspiele an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ist für den Kopf und die Beine gar nicht gut – da fehlt dann irgendwie der Tunnel vor dem Spiel. Und wenn man dann noch etwas unpässlich ist … man will ja nix riskieren. Ein leichtes flüssiges Halbdistanz-Spiel grooved da schon optimal ein. Und da die Ballwechsel so unfassbar lang sind haben wir uns auch nicht erdreistet während der Begrüssungsrede Ballruhe einzufordern. Denn am Samstag wir die 1. Herren gegen Oesede zeigen wo der Relegationshammer hängt.

Ich mache jetzt aber wirklich Pause – es sei denn in muss noch mal in der Reli dran – aber das sollte wirklich keiner wollen.



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