Sasel II 9:0 im Duell der Reserven gegen OA II

Co-Chronist Tom Krause hat unser Spielergebnis vom Freitag schon verraten – Glückwunsch auch an die dritte zum Fast-Nichtabstieg. Unser Abend stand im Zeichen der Wiedergutmachung für die Schlappe in der Tennishalle von Walddörfer in der Berner Au vom vorherigen Freitag, die nicht geplant, nicht nötig und auch nicht unverdient war.

Boris fehlte planmäßig, Olaf war noch verletzt und Tom sollte die dritte Herren verstärken – so passte es uns gut, dass Jon Wrobbel nach seinem einjährigen Aufenthalt in der City of Angels wieder an die Elbe gekommen ist und sich auch gleich in guter TT-Form präsentieren kann. Marten und ich spielen deshalb in der Mitte, Michel und Xie Min im hinteren Paarkreuz. Es ist zwar organisatorisch sehr schwierig für das Vereinsleben, dass die Generation Z so gerne im Ausland rumlungert, aber wir freuen uns dann auch immer sehr, wenn die Player zurückkehren und sich die Reihen beim TSV so langsam wieder schließen, die Mannschaften voll sind und wir vor (jugendlicher) Kraft kaum noch laufen können.

Die Gegner von Oberalster II kamen mit Schild, Hartmann, Louis, Berger, Knappek und Ingo Gebert, dem spielstarken Ersatzmann. 

Im Doppel schafften wir das 3:0, nur bei Jon/Malte gegen Schild/Hartmann wurde es knapp.

Die Einzel liefen gut für uns. Jon hatte wenig Probleme mit Hartmann (der noch auf der HEM gegen unseren Ex-Star Paddy Masur gewonnen hatte) und spielte seine starke Rückhand aus. Malte musste sich gegen OA-Ü40-Urgestein Nico Schild vor allem bei der Aufschlagannahme konzentrieren, konnte dann aber nach einigen Schwierigkeiten gewinnen.  Marten musste sich gegen den spinfreudigen Ü50-Jörg Berger erst nach verlorenem ersten Satz in die Partie finden, war dann aber der konstantere Angreifer am Tisch (er ist ohnehin gerade in Topform).

Ü70 Ururgestein Heinz-Peter Louis war in dem Duell gegen mich am Freitag ohne große Siegchance, denn die Vorhand kam gut und ich konnte selbst den zweiten Satz, in dem ich etwas abbaute, noch gewinnen – und so war es eines der wenigen klaren Matches zwischen mir und dem Vorbild aller Hamburger Tischtennisspieler für Fitness in der zweiten Lebenshälfte.

Michel haderte mit sich und der Welt und hatte auch etwas Pech, vor allem im vierten Satz gegen Ingo Gebert, der stark blockte und verteilte, entscheidend die Kante traf und Michel das Leben sehr schwer machte. Unser sympathischer Rechtsreferendar schaffte es dann aber, im fünften Satz zu überzeugen und seine Punktspieldämonen zu vertreiben.

Am Nebentisch spielte Xie Min etwas wechselhaft und nicht so zwingend gegen Abwehrauchururgestein Rainer Knappek, der die gefühlvollen Spinbälle des geduldigen Saselers sehr häufig abwehren konnte und sich fleißig Punkt für Punkt erkämpfte. Erst nach einem time out des MaFü im fünften Satz bei 1:5 mit deutlicher Ansprache (Ball mal früher nehmen und mit dem ersten Ball nur gegen den Anti angreifen) war Xie Min voll da und gewann dann überzeugend und druckvoll den Entscheidungssatz.

Wir ließen den Abend bei Knoblauchpepperoni ausklingen. Am Samstag erreichte mich die Information, dass GWR/Osdorf nur ein Unentschieden gegen ETV erreicht hatte – das entspannt die Lage für uns als Tabellenführer entscheidend, denn nun können wir aus eigener Kraft die Meisterschaft klarmachen, selbst wenn wir die letzten drei Spiele nur knapp gewinnen. In der nächsten Partie bei den heißen Eilbekern am 20. März 2020 könnten wir uns sogar wohl ein Unentschieden leisten – aber wir halten es da hoffentlich eher wie der sonst nicht zu sehr von mir geliebte Friedrich Merz und spielen „auf Sieg und nicht auf Platz“.

 

 

 

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