Souveräner Sieg im ersten Regionalliga-Duell überhaupt mit dem SC Poppenbüttel

Nachdem man in der ersten Regionalliga-Saison ohne ein echtes Lokalderby zwischen Sasel und Poppenbüttel auskommen musste, war durch den klaren und mühelosen Wiederaufstieg Poppenbüttels nun endlich der Weg frei für ein Regionalliga Derby zwischen Blau und Rot. Leider war jedoch bereits im Vorwege klar geworden, dass es nicht das erhoffte von Spannung und (gesunder) Rivalität geprägte Derby werden würde, da mit Frank Sternal und Mulid Koshov zwei der Topspieler in den Poppenbüttler Reihen fehlten. Dass sich am Ende dennoch 80 bis 90 Zuschauer für das Spiel interessierten, erfreute uns umso mehr. Die meisten dürften ihr Kommen nicht bereut haben, trotz des eher einseitigen Spielverlaufs gab es nämlich zahlreiche schöne Bälle zu sehen. Zum Glück hatten wir noch kurzfristig einen Kiosk organisieren können, den die eigentliche Heimmannschaft Poppenbüttel nicht bereitstellen wollte.

Unser links-linkes Zupferduett aus Olli und Paddy machte mit einer hervorragenden, gerade zu dopingverdächtigen Leistung einen guten Auftakt. Zibell und Flörke, was die TTR-Punkte anbelangt etwa gleichauf, waren chancenlos. Etwas schwerer tat sich zunächst unser im Einzel bis dato noch ungeschlagenes oberes Paarkreuz. Alex Kellert und David Schulz konnten den ersten Satz gewinnen, waren danach aber ebenfalls chancenlos (3:1). Janni und Malte, bekannt für starke Leistungsfluktuationen, erwischten heute einen mittelmäßigen Tag. Nach verspielter 10:7-Führung im ersten Satz konnten die beiden trotz mehrfacher Körperkollisionen das Spiel ebenfalls 3:1 für sich entscheiden. Damit stand es 3:0 nach Doppeln.

Nach der nicht optimalen Leistung beim TOP48 der Herren meldete sich Leon im ersten Einzel des Tages zurück in Topform. Kellert war, anders als noch beim TOP12 der Herren, chancenlos. Die nicht optimale Schusstechnik Alex’ konnte Leon für ein paar publikumswirksame Rückhand-Gegenspinner aus der Halbdistanz nutzen. Hochklassiges Tischtennis bekamen unsere 80 Zuschauer auch am Nebentisch geboten, wo Hardy merklich Probleme mit dem Spiel Flörkes hatte. Dieser sicherte sich mit einem ansatzlosen „Rollomat“ den Ball des Tages und pushte sich auch darüber hinaus unentwegt zum Sieg (3:2). Hardy, sicherlich auch von dem herausforderungslosen Training unter der Woche mit Janni und Tobi geschwächt, fand allerdings auch nie zu seiner Topform.

In der Mitte durfte dann zunächst Janni ran, den von Beginn an die Angst vor der roten Laterne zu plagen schien. Am Ende war Zibell aber auch einfach der bessere Mann, gegen seine berüchtigte Ballonabwehr fand der nicht gerade als Schussungeheur bekannte Janni keine Mittel. Oliver hingegen schien diese Woche eine weitere Lieferung seines vom russischen Tischtennisverband gelieferten Dopingsmittels erhalten zu haben. Nicht nur steht bei ihm die Null weiterhin in der Einzelbilanz, wieder einmal endete auch das Spiel zu Null (3:0). Konstantin Dimitriou spielte phasenweise gut mit, war aber jederzeit chancenlos.

Im unteren Paarkreuz lauerte bereits Paddy auf seinen ersten Regionalliga-Einsatz der Saison. Das hatte zumindest Janni in der Eröffnungsrede behauptet und damit – ausnahmsweise – mal das Reich der Wahrheit etwas verfehlt. Diese Provokation schien Paddy zum Anlass zu nehmen, sich auch für ein drittes Regionalligaspiel zu empfehlen und beeindruckte beim 3:1 gegen David Schulz Publikum und Mannschaftskollegen. Vor allem die Rückhand erstrahlte in neuem Glanz (wenn auch kein Grund zu der Annahme besteht, dass sie Resultat intensivierter Trainingsbemühungen sein könnte). Auf 7:1 erhöhte anschließend Malte, den Ersatzmann Sebastian Völkel nie gefährden konnte – daran konnte auch das eher oberflächliche Coaching Jannis nichts ändern. Malte gab später zu, den dritten Satz bewusst knapp gestaltet zu haben, um zu schauen „ob Janni überhaupt noch zuschaute.“

Den Schlussakkord setzte, wieder einmal, unser oberes Paarkreuz. Leon hatte wieder mal überraschend wenig Probleme mit Philip Flörke, der laut Leon verlor, weil er „denkt, er kriegt meine Aufschläge nicht, dabei würde er sie locker kriegen, wenn er nur daran glaubte.“ Mit dieser psychoanalytischen Einsicht widmen wir uns Spiel zwei: Lohse gegen Kellert. Der noch sieglose Alex begann stark und zeigte, zu was er mitunter fähig ist. Nach 1:1 kam Hardy aber besser ins Spiel und gewann am Ende verdient mit 3:1.

So war es am Ende doch, trotz des etwas einseitigen Spielverlaufs, ein sehenswertes Spiel. Vielleicht schafft der SCP es ja in der Rückrunde in Vollbesetzung anzutreten – dann wäre Spannung jedenfalls vorprogrammiert. Mit Spannung erwarten wir nun das Spiel gegen Bolzum am kommenden Sonntag. Das dürfte der erste richtige Härtetest für uns werden.

Euer Janni

Ein Kommentar

  • Felix B. sagt:

    Sehr schöner Bericht, auch wenn es nach der ersten Einzelserie 7:2 und nicht 7:1 gestanden haben dürfte. Vor allem freut mich, dass auch eine der oberen Mannschaften wieder einen Bericht abliefert, woran 2. und 3. diese Serie ja regelmäßig scheitern!
    Wir sind schon gespannt auf die Bewährungsprobe am Sonntag, vielleicht trainiert Ihr dafür ja auch mal wieder mehr als 35 Minuten am Stück 😉

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