Vierte Vor! 9:1 gegen Altona – Staffelmeister!

Von 22. März 2015 Allgemein 3 Kommentare

Schmerzlich musste die Vierte vor! wieder einmal feststellen, dass die Wege in der 2.LL weit sind. Diesmal durften wir nach Dänemark (heute Altona) und bekanntlich sind in Dänemark die Parkplätze Mangelware. Zum Glück konnte uns René über WhatsApp informieren, dass der Schulhof Parkmöglichkeiten bietet. Sonst hätte er seinen Panzerkreuzer auch an der Müllverbrennungsanlage Schnackenburgallee parken dürfen, obwohl das angesichts des HSV-Spiels auch eng geworden wäre. Jedenfalls war außerhalb des Geländes auch für einen Smart kein Parkraum mehr frei. Nicht viel weniger eng waren die Kabinen, die olfaktorisch einen leichten Hauch von Scala versprühten. Passend zum gemütlichen engen Charakter des Altbaus waren auch die Sitzgelegenheiten für die Zähler, die aus dem Frühstücksraum der Vorschluklasse entliehen schienen. Aber die Vierte vor! wäre keine echte Seniorencombo, wenn nicht ausreichend Hilfsmittel den Ausflug begleitet hätten. Das fing bei der KfZ-Sitzheizung an und endete mit der Faszienrolle von Olaf – ich habe angeboten demnächst Inkontinzenvorlagen bereit zu halten. Während wir um die strukturelle Integrität der Banden beim Auftritt von Olaf fürchteten – und natürlich auch um Olafs gesundheitliche Unversehrtheit, waren wir froh nicht auch noch Marc Kaiser in der Mannschaft zu haben – der hätte den ganzen Abend über irreguläre Spielbedingungen gejault.

Nachdem wir schon im Hinspiel Altona mit einem 9:1 zurück nach Dänemark schickten, fehlte diesmal auf der Gegenseite der Glaube an ein kleines Wunder von Anfang an, obwohl die Altonaer erstmals in Bestbesetzung antraten. In den Doppeln haben wir inzwischen Varianten mit klarer Aussicht auf ein 3:0 – so auch diesmal. Ich bekam im ersten Satz gegen Nietzschmann kräftig auf die Mütze, machte aber danach die gleichen doofen Aufschläge wie er und dödelte weniger hinten in den Banden rum (3:1). Sebastian ließ Oli Schmidt keine Chance, der den unbändigen Willen und den festen Glauben an eine Sensation etwas vermissen ließ.

In der Mitte brauchte Felix etwas Zeit für die Erkenntnis, das weniger mehr ist. Nachdem er nur noch mittelschnelle Toppis mit Effet spielte und deswegen der erste Block auch etwas langsamer kam, traf auch der zweite Toppi von Felix – in der Regel zum Punktgewinn. Olaf hat wahrscheinlich zu lange auf besagter Faszienrolle gelegen, anders ist nicht zu erklären, dass er diesmal aus der Wertung für den Ball des Abends rausfiel. Da war zwar ein Versuch des klassischen RH-Deichmann-Schwingers zu verzeichnen, aber der verreckte kläglich. Stattdessen reichlich harmlose Ballrückgaben aus der Halbdistanz, die normale Olaf-Distanz lag ja außerhalb der Gebäudegrenzen. So ging es gegen Wenderoth in den 5. Satz mit entsprechend überflüssigem Zeitverlust, der noch zu einer herben Niederlage an diesem Abend führen sollte (der Zeitverlust, nicht der 5. Satz – ist ja klar – den gewinnt Oleinikov fast immer).

Der nächste im Reigen der Spielverzögerer war Holger, der im ersten Satz von Felix denkbar schlecht eingestellt wurde und entsprechend hoch unterlag. Im nächsten Satz wetzte Felix die Scharte aus und Holger gewann entsprechend hoch. Das System war nun klar – immer schön durch die Mitte – doch Schweimberger traf im 5.Satz wieder einige RH-Peitschen, so dass der Punkt knapp wegging. René drängte ebenfalls nicht auf ein schnelles Ende und kostete die Sätze 1 und 2 voll aus – zum Glück zu seinen gunsten. Kurz vor Spielgewinn streute er im dritten Satz noch ein paar unforced errors ein und gab sich auch noch einen 4. Satz, der natürlich in die Verlängerung ging. In der Dramaturgie drohte mir noch das zweite Spiel, zu dem mir aber irgendwie die motivationale Grundlage fehlte. Zum Glück – für mein timing – verlor Sebastian noch einen Satz gegen Nietzschmann, der dann aber Opfer seiner Beinarbeit wurde und sich eine heftige Muskelzerrung zuzog und aufgeben musste. Wir wissen nicht ob eine Faszienrolle hier präventiv hätte wirken können.

Das Ende vom Lied war ein 9:1, das jedoch länger dauerte als das 9:1 von Schnelsen gegen die 2. Herren von Altona – insofern waren wir an diesem Abend auch wieder irgendwie Verlierer, aber: Die Meisterschaft ist uns nicht mehr zu nehmen und zu allem Überfluss war 150m vom Spielrt entfernt ein Grieche, der es durchaus mit Säntoreini aufnehmen kann. Das Interieur nicht so ganz im Stile einer griechischen Grotte, aber weiß getüncht durchaus authentisch und die Speisen nachhaltig lecker, der Knobigeschmack begleitete mich noch die ganze Nacht hindurch.
Am nächsten Freitag kriegen wir Besuch von Poppenbüttel, die den Abstieg noch vermeiden können – nur nicht gegen uns. Was für eine Allzweckwaffe die 4. Herren ist zeigte sich wieder einmal bei der Ersatzgestellung, diesmal in Person von Bastus, der sich in der ersten Herren am Samstag schadlos hielt. Trotzdem dümpeln wir etwas ziellos durch die oberen Sphären der LKZ-Rangliste, denn kaum einer kommt auch nur annähernd auf die maximale Zahl an Einsätzen.

Nachtrag: Nachdem ich sehen konnte mit was für einer Truppe Bergedorf angetreten ist nehme ich meine Respekt zollenden Bemerkungen über den Einsatz von Bastus in der 1. Herren zurück.

3 Kommentare

  • Rene sagt:

    Ich war ein wenig überrascht, wie “mutlos” die Jungs von ATV ins Match gingen. Klar, wir waren der Favorit, aber etwas mehr Gegenwehr hätte ich doch erwartet! Oli Schmidt hatte es ja noch nicht einmal versucht, unserem Lion King einen Satz abzunehmen. Eng war so nur die Parkplatzsituation und die Umkleide …

    Tom hat mal wieder alles richtig zusammengefasst. Lediglich beim Rating des Griechen muss ich im Nachhinein anmerken, dass zwar die Pommes frisch und kross waren, das Bifteki aber nicht saftig genug und die Nachwehen der Gewürze heftig. Unser geliebtes Säntoreini bleibt daher Tabellenführer, ob ATV hingegen aufsteigt, da bin ich mir nach unserem Match nicht mehr so sicher. Eilbeck wirkt hungriger und entschlossener und es bleibt abzuwarten, in welcher personellen Besetzung Dänemark zu den beiden Endspielen antreten wird. Holgé und ich sind am Sonntag im Sachsenweg (bei unserer LKZ ist auch die Vor, vor, vor, … Runde Pflicht) und wir werden die Ohren spitzen, wer mit uns in die Landesliga aufsteigt.

  • Holgé sagt:

    Bin auch gespannt, ob sich die ATV´ler über die Ziellinie schleppen. Mein Eindruck deckt sich jedoch mit dem von René – die Kirschenklopper wirken fokussierter. Wird bestimmt eine spannende Kiste zwischen den beiden Mannschaften. Allerdings haben die Dänen den Vorteil, dass sie selbst bei einer Niederlage noch aus eigener Kraft den Aufstiegsplatz halten können. Aber dazu müssen die Jungs schon vollständig antreten. Mal schauen, wer in der nächsten Saison in der 1. LL aufschlägt. Zum kulinarischen Aspekt vielleicht noch angemerkt: In der 1. LL scheint die Meram-Wahrscheinlichkeit zu sinken – Wacker steigt ab und auch sonst ist wohl nur Glinde auf dem direkten Weg. Gut nur, dass wir mit unserem nächsten Pokalgegner auf jeden Fall einen Aufenthalt im türkischen Gourmettempel gebucht haben…;-)

  • Oleyser sagt:

    Ich fand Taverna Olympos sehr ansprechend. Das nächste Mal dürfen Sie mir aber bitte gern meine drei Vorspeisen auch nacheinander bringen, damit alles ein wenig überschaubarer bleibt auf dem Tisch. Ich würde im Rennen um Platz 3 die Horner nicht unterschätzen. Schließlich haben die im letzten Spiel auch noch ATV….
    Wir dürfen am Freitag gegen unseren Lieblingsgegner ran: Popptown! Ich freu mich schon darauf!

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